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Fair Lernen durch Lehren

Eine-Welt-Projekt der BT12a

HEI Fair trade Vortrag Bild 1


Die Situation der Menschen in Entwicklungsländern wurde im Englischunterricht von StRin Hein durch die Schüler der Klasse BT12a mittels der handlungsorientierten Unterrichtsmethode LdL (Lernen durch Lehren) nach Jean-Paul Martin erarbeitet: Die Schülerinnen und Schüler schlüpften gruppenweise in die Lehrerrolle und informierten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler über die politische und wirtschaftliche Situation ausgewählter Länder Afrikas und deren koloniale Vergangenheit. Sie erarbeiteten gemeinsam sachbezogene englische Texte und überprüften anschließend den Lernerfolg der Klassenkameradinnen und Klassenkameraden. Darüber hinaus präsentierten die Schüler Erfindungen, die das Leben der Menschen in Entwicklungsländern erleichtern können. Dieses Unterrichtskonzept, bei dem die Lernenden als Expertinnen und Experten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Wissen so vermitteln, wie sie es sich selbst erarbeitet haben, wurde motiviert und erfolgreich umgesetzt.


Vortrag „Fair Trade“

Den Abschluss dieser Unterrichtseinheit bildete ein Vortrag von Frau Barbara Leyrer, der Leiterin des Weltladens in Schweinfurt, zum Thema „Fair Trade“. Bei diesem Vortrag wurde den Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit des fairen Handels mittels eines „Weltverteilungsspiels“ eindrucksvoll vor Augen geführt: Sie erhielten die Aufgabe, sich gemäß der durch sie prozentual repräsentierten Weltbevölkerung auf die durch laminierte Karten dargestellten Kontinente Asien, Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Afrika und Ozeanien zu verteilen. Anschließend wurde das Welteinkommen (in Form von fair gehandelten Schokoladentäfelchen) auf die Bevölkerung der jeweiligen Kontinente verteilt, wobei die ungleiche Verteilung sehr deutlich wurde. Es folgten Informationen zur Zielsetzung der etwa 900 Weltläden in Deutschland, zur ehrenamtlichen Arbeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zu den Preisen fair gehandelter Produkte, wie z. B. Schokolade, die sich gar nicht so sehr von den Preisen konventionell gehandelter Lebensmittel unterscheiden.

Am Beispiel der Schokolade, die auch verkostet wurde, erfuhr die Klasse, dass gerade im Kakaobereich, z. B. in Ghana und an der Elfenbeinküste, extrem ausbeuterische Kinderarbeit eingesetzt wird, und dass der faire Handel Kleinbauern dabei unterstützt, sich zu Kooperativen zusammenzuschließen, die u. a. Schulen und Krankenstationen aufbauen, und somit Hilfe zur Selbsthilfe leistet.

Der Vortrag, auf den eine sehr angeregte Fragerunde folgte, stieß bei der Klasse auf großes Interesse und wurde dankbar aufgenommen. Als Fazit zogen die Schülerinnen und Schüler, in Zukunft bewusster auf fair gehandelte Produkte zu achten und sich in den regionalen Weltläden umzusehen.


Isabel Hein, Studienrätin