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Besuch im Museum für Industriekultur

Nürnberg einstmals führend bei Elektronik und Zweirädern

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Die Schülerinnen und Schüler der FT11b staunten nicht schlecht und sie kamen gar ins Grübeln, als sie im Museum für Industriekultur in Nürnberg bei einem mehrstündigen Rundgang feststellen mussten, dass die fränkische Industriemetropole Nürnberg ihre besten Zeiten in Sachen industrieller Fortschritt hinter sich gelassen hat.

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Überholt

Als Standort für Hochtechnologie-Produktion ist Frankens größte Stadt längst von seinen deutlich kleineren Nachbarn und den etwas entfernteren ärmeren Verwandten im Unterfränkischen überholt worden. So auch von Schweinfurt, das sich von seiner Krise in der industriellen Produktion, die es noch in den späten 80er und frühen 90er Jahren erleben musste, vollständig erholt hat. Anders Nürnberg: Dort brachen noch bis ins Jahr 2010 jährlich mehrere Tausend Arbeitsplätze weg. Zuletzt auch im Versandhandel, der sich mit Quelle jahrzehntelang an der Stadtgrenze Nürnberg/Fürth angesiedelt war und für viele Tausend Nürnberger und Fürther Familien über Generationen hinweg ein sicherer Arbeitgeber darstellte. Quelle wurde 2010 endgültig abgewickelt, während andererseits der anfängliche Versandzwerg Amazon sich zum Giganten hocharbeitete. Leider, so der Ausstellungs-Guide, ist es aber nicht beim Totalschaden für den Quelle-Versand geblieben. Davor schon waren die Arbeitsplätze in der Druckindustrie weggebrochen und auch die „auf AEG“ und bei Telefunken oder in der Nachbarstadt Fürth bei Grundig.

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Leib und Seele

Als der europäische Standort für die Lebzelterei galt Nürnberg schon in der Dürer-Zeit. Und weil gutes Essen und Trinken noch allemal Leib und Seele zusammenhalten, hat sich an der Vormachtstellung Nürnbergs bei der Produktion von Lebkuchen bis auf den heutigen Tag nichts geändert. Auch das wurde den FFS-Schülerinnen und -Schülern bei ihrem Rundgang durch das Museum Industriekultur klar.


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Von Hochburg zu Hochschule

Hochburg der Motorrad- und der Fahrrad-Produktion war die Stadt an der Pegnitz auch einmal. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, als noch lange vor der allgemeinen Automobilisierung die Motorräder der Marken Victoria, Mars und Zündapp ein Renner waren, hatte Nürnberg die Nase auch bei der Entwicklung von neuen Zweiradmodellen weit vor der Konkurrenz im In- und Ausland. Alles vorbei, aber zu Resignation dennoch kein Anlass, wird die Stadt der Menschenrechte doch bald schon von Bayerns Finanzminister Markus Söder, ein waschechter Nürnberger, mit einer Hochschule für Hochtechnologie beglückt. Noch in diesem Spätsommer soll das Gutachterkonzept der Öffentlichkeit präsentiert werden. Vielleicht knüpft Nürnberg dann ja an die glorreichen Zeiten an, von denen das Museum Industriekultur in den verschiedensten Ausstellungsabteilungen so beredt zu berichten weiß.


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Rüdiger Klein, Studienrat