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Große Gelassenheit – überparteiliche Souveränität

Markus Hümpfer besuchte die FW12c an seiner alten Schule

KLE Hümpfner Große Gelassenheit


Markus Hümpfer, erfolgreicher Abiturient an der FFS im Sommer 2014, war bis 24. September (dem Tag der Bundestagswahl) der Direktkandidat der bayerische SPD für den Wahlkreis Schweinfurt/Kitzingen. Nun machte er auf Einladung seines vormaligen Deutschlehrers einen Informationsbesuch in der Klasse FW12c im Fach Sozialkunde.

 

Aufgaben und Pflichten

Die FW12c hatte sich in den wenigen Sozialkundestunden vor Hümpfers Besuch mit der Bundestagswahl befasst, mit dem Thema Erst- und Zweitstimme und mit der Bedeutung der Parteien für das politische System der Bundesrepublik Deutschland. In diesem Zusammenhang hatte man sich über die Aufgaben und Pflichten der deutschen demokratischen Parteien schlau gemacht, wie sie im Wesentlichen im Grundgesetz und im Parteiengesetz beschrieben und bestimmt sind.

 

Persönlich kennen gelernt

Da das ursprünglich auch für die FFS-Sozialkunde-Klassen vorgesehene Projekt „Junior Wahl 2017“ nicht durchgeführt werden konnte – Bayerns Sommerferien enden bekanntlich immer erst in der September-Mitte – sollten die Schülerinnen und Schüler der recht aufgeweckten Sozialkundeklasse FW12c wenigstens die Chance haben, den Wahlkreiskandidaten einer demokratischen Partei persönlich kennenzulernen. Markus Hümpfer wäre mit seinen gerade einmal 25 Lenzen einer der jüngsten Wahlkreisabgeordneten im neuen Bundestag geworden, wenn es denn am 24. September für ihn gelangt hätte. Hat es aber nicht – und das dürfte wenigstens Hümpfers Freundin nicht ungelegen gekommen sein. Immerhin hatte Markus Hümpfer auf die Frage, was denn seine Freundin dazu sagen würde, wenn er nach Berlin gewählt worden wäre, erklärt, dass sie froh war, als die letzte Wahlkampfwoche vorüber war.

 

Gelassen und souverän

Insgesamt machte Markus Hümpfer, der zwischenzeitlich Wirtschaftsingenieurswesen an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt studiert und vielleicht auch deshalb am frühen Vormittag Zeit gefunden hatte, einmal wieder seine ehemalige Schule für 45 Minuten zu besuchen, einen recht gelassenen und souveränen Eindruck. Die Schülerinnen und Schüler wollten ja gleich mit der ersten Frage wissen, ob er denn nach ca. 200 Wahlkampfveranstaltungen erschöpft sei oder ob die Meinungsumfragen, ihn nicht demotiviert hätten. Hümpfer ergänzte sein kurzes und überzeugend wirkendes Nein auf diese Frage mit dem Hinweis, dass er sich die Umfragen etwa zwei Monate vor der Wahl nicht mehr angesehen habe, weil sie für die SPD tatsächlich nicht gut aussahen. Die letzten 72 Wahlkampf-Stunden hat er aber noch einmal mit Vollgas gehen, denn auch viele Wählerinnen und Wähler hatten sich ja erst kurz vor dem Gang ins Wahllokal entschieden. Warum er sich für die SPD als seine Partei entschieden habe, wollten die Schülerinnen und Schüler der FW12c natürlich auch von Markus Hümpfer wissen, es hätte ja schließlich in Bayern auch die CSU sein können.

 

Engagement zum Wohle aller

Er habe mit 16 Jahren bei ZF Sachs eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht, erläuterte Hümpfer, und er sei da schon gewerkschaftlich engagiert gewesen. Ein Engagement in der Gewerkschaft müsse aber nicht automatisch zur SPD führen, so Hümpfer weiter. Und dann wird er in der unbedingt souveränen Gesprächsrunde mit den kritisch nachfassenden Schülerinnen und Schülern tatsächlich einmal ein wenig leidenschaftlicher, als er begründet, es habe die CSU für ihn halt nicht die richtigen oder ganz und gar überzeugenden Programminhalte angeboten. Das, so setzt er nach, müsse aber jeder nach reiflicher Prüfung für sich selbst entscheiden, so, wie ja auch demokratische Parteien um die Wählergunst wetteifern müssen und sollen, im Fall des Falles aber auch zum Wohle aller zusammenarbeiten können sollten.

 

Konstruktiv und spannend

Abgeschlossen wurde die konstruktive und durchweg spannende Fragerunde, die nicht von einseitiger Parteipolitik geprägt war, mit einer schnellen Frage-Antwort-Runde, die Markus Hümpfer glaubwürdig souverän meisterte. Die Schülerinnen und Schüler selbst haben zur Veranstaltung gewissenhaft Protokoll geführt, was die Begegnung mit Hümpfer noch um einiges wertvoller werden ließ. Und beim Fototermin wurde sogar deutlich, dass die FFS sich solcher Absolventen, wie Markus Hümpfer einer ist, wahrlich nicht schämen müsse.



FW12c und Rüdiger Klein, Studienrat