Wo die Tage länger und der Unterricht anders ist

Vom 01.08. bis zum 20.09.2025 absolvierte unser ehemaliger Schüler Henrik Wagenmann im Rahmen des Erasmus+ Programms ein Praktikum in Schweinfurts finnischer Partnerstadt Seinäjoki und nutze auf diese Weise die Zeit zwischen dem Abitur und dem Beginn seines Studiums für eine unvergessliche Auslandserfahrung.
Er berichtete begeistert von seiner Tätigkeit im Grundschulbereich und den Unterschieden zwischen dem finnischen und dem bayerischen Schulsystem, die unschwer festzustellen sind. So gibt es an seiner Praktikumsschule nach jeder Stunde eine Pause und die einzelnen Unterrichtsfächer werden mit einem hohen Praxisbezug und auch einer ungewohnten Eigenverantwortung unterrichtet. Bereits sehr junge Schülerinnen und Schüler gehen ganz selbstverständlich mit Werkzeugen wie Sägen, Feilen oder auch Nähmaschinen um – ein Beweis dafür, dass man seinen Schützlingen oftmals viel mehr zutrauen sollte! Als äußerst positiv nahm der Praktikant auch die Tatsache wahr, dass er seinen finnischen Gastgebern durch einige Vorträge über die Geographie und Geschichte Deutschlands auch sein Heimatland vorstellen konnte – genau dieser kulturelle Austausch ist es, der Erasmus+ so wertvoll für alle Beteiligten macht.

Zwar stellte die Verständigung insbesondere zu Beginn eine Herausforderung dar, allerdings hatte man sich nach kurzer Zeit aneinander gewöhnt und konnte sich in englischer Sprache sehr gut unterhalten – die Englischkenntnisse der Grundschüler waren in jedem Fall bemerkenswert!
Nach getaner Arbeit nutzte Henrik seine Freizeit, um die einzigartige Natur Finnlands bei vielen Rad- und Wandertouren zu erkunden und kam dabei zu der klaren Beurteilung: „es ist einfach unfassbar schön hier!“
Ein weiteres Highlight stellte die Möglichkeit dar, die Mannschaft des Deutschen Basketball Bundes bei der Basketball-Europameisterschaft der Herren in Tampere zu unterstützen – über Erasmus kann man Weltstars treffen!

Wir freuen uns sehr darüber, dass der Aufenthalt in Finnland von unserem ehemaligen Schüler als so gewinnbringend wahrgenommen wurde und insgesamt einen Teil dazu beigetragen hat, dass auch wir als Schulfamilie unsere Verbindungen innerhalb Europas und besonders in unsere Partnerstadt weiter ausbauen konnten.
Carmen Kriener, StRin
